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SCHMETTERLINGE

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Unsere Ethik -

Schmetterlinge fliegen lassen

Wir schenken den Schmetterlingen in jeder Phase ihrer Entwicklung unsere Aufmerksamkeit: von der Entstehung der Raupe bis zur Befreiung der erwachsenen Schmetterlinge, sorgen wir für eine geschützte und angenehme Umgebung. Wir züchten ausschließlich autochthone Arten, d.h. jene die bereits auf natürliche Weise die deutsche Region bevölkern und somit gewohnt sind, unter unseren klimatischen Verhältnissen zu leben.

Unsere Entscheidung, tropische Arten trotz Größe und Farbigkeit nicht zu züchten, beruht auf die Erkenntnis, dass diese nur einige Stunden nach der Freilassung überleben könnten und auch unser Ökosystem gefährden könnten.

Die wunderbaren Schmetterlinge aus Deutschland, die wir anbieten, werden wieder unsere Gärten bevölkern auch Dank dieses Projekts.

In Europa sind 30% der Schmetterlinge aufgrund des verstärkten Einsatzes von chemischen Pestiziden in der Landwirtschaft ausgestorben, während 9% zu drohen auszusterben.

Unsere Schmetterlinge werden mit äußerster Sorgfalt und Respekt von uns behandelt. Sie werden für den Transport weder eingefroren, noch eingetütet. Wir haben ein Transportsystem entwickelt, das nicht nur eine stressfreie Fahrt für die Schmetterlinge ermöglicht, sondern auch bestimmte Konditionen für ihr Komfort zulässt, die auf natürliche Weise ihre Flugaktivität senken. Ihre Fahrt ist vergleichbar mit einer Bahnfahrt oder in einer Flugkabine. Von unseren Kunden erwarten wir deshalb denselben respektvollen Umgang mit den Tieren, indem sie diese einfachen Regeln respektieren:

  • Alle unsere Anweisungen sorgfältig folgen

  • Die Schmetterlinge nicht in Auto o. Ä. vergessen

  • Die Schmetterlinge nicht in geschlossene Räume befreien

  • Die Schmetterlinge nicht nach Sonnenuntergang oder in ungeeigneten Jahreszeiten befreien

 

Werden diese Konditionen nicht von dem Kunden akzeptiert, beanspruchen wir das Recht, die Schmetterlinge nicht zuzustellen.

Der Versand erfolgt in Verpackungen, die dem Falter ausreichend Platz und Sauerstoff bietet.

 

 
Nachhaltigkeit

Die angebotenen Schmetterlinge werden von uns auf nachhaltiger Weise gezüchtet und nicht aus dem Freiland gesammelt. Wie jede Befreiung von lebendigen Organismen in der Natur, setzt auch die Befreiungen von Schmetterlingen große und tiefe wissenschaftliche Kenntnisse voraus. Allgemein muss verstanden werden, dass sich nicht alle Schmetterlinge für diese Aktivität eignen ohne das Risiko einer Gefährdung der Umwelt einzugehen. Nur ganz bestimmte Arten kommen deshalb für diese Aktivität überhaupt in Frage. Diese Arten müssen diese Ansprüche gerecht werden:

  • Sie dürfen nicht gebietsfremd sein

  • Sie müssen bereits in der Region existieren

  • Sie sollen tendenziell nach der Befreiung sich in der Umgebung frei zerstreuen und keine Migrationskurse bilden

  • Die genetische Struktur der zu befreienden Schmetterlingsart muss relativ bekannt sein und muss sich nicht allzu sehr von der Struktur der Völker unterscheiden, die sich in der interessierten Region bereits befinden

  • Sie müssen aus einer Züchtung mit geschlossenen Zyklus stammen, d.h. Schmetterlinge oder Raupen müssen nicht aus der freien Natur stammen

  • Sie müssen als „pathogen free“ zertifiziert werden, wenigstens gegen die gewöhnlichen Parasiten (Baculoviridae, Microsporidia, Bakterien)

 

Wenn dein Lieferant diese Punkte nicht respektiert, ist es stark empfehlenswert, die Schmetterlinge nicht zu befreien, da sie ein Risiko für Umwelt und für die lokalen Schmetterlingsvölker bilden. Wir garantieren, dass unsere Schmetterlinge alle die obengenannten Ethik- und Nachhaltigkeitsstandards folgen.

Genehmigung, Tier- und Artenschutz 

Bei dem Großen Kohlweißling handelt es sich um eine einheimische, nicht geschützte Schmetterlingsart. Das Ausbringen von Pflanzen und Tieren in die freie Natur unterliegt in Deutschland einer gesetzlichen Regelung. Im Folgenden informieren wir Sie über natur- und artenschutzrelevante Aspekte zur Freilassung dieser Schmetterlingsart in Deutschland.

In Deutschland regelt das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) das Ausbringen von Arten in die freie Natur. Gemäß Paragraph 40 des BNatSchG bedarf das Ausbringen von Tieren der Genehmigung durch die zuständige Behörde. Ähnliche Aussagen finden sich ebenfalls in den jeweiligen Naturschutzgesetzen der einzelnen Bundesländer. Hierbei gibt es leider keine einheitliche Regelung. Bei dem Großen Kohlweißling handelt es sich nicht um eine gebietsfremde Art, die zuständigen Behörden prüfen aber in einigen Fällen, ob eine Faunenverfälschung durch das Freilassen der gezüchteten Tiere auftritt.

Zuständig für ein solches Genehmigungsverfahren sind die Unteren Naturschutzbehörden der entsprechenden Regierungsbezirke.

Hinsichtlich des Schutzes der Schmetterlinge versichern wir, dass wir alle Auflagen des Tierschutzgesetzes (Tierschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006 (BGBI. I S. 1206, 1313), das zuletzt durch das Gesetz vom 15. Juli 2009 (BGBI. I S. 1950) geändert worden ist) erfüllen, den Schmetterlingen kein Schaden zugefügt wird und sie artgerecht behandelt werden.

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um klären zu können, ob für die von Ihnen geplante Freilassung der Schmetterlinge eine Genehmigung eingeholt werden muss. Sie haben dann die Wahl, ob wir die Genehmigung für Sie beantragen oder ob Sie dies selbst übernehmen möchten. Die Kontaktdaten der entsprechenden Behörden finden Sie auf den Webseiten der Regierungsbezirke unter Begriffen wie "Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz" bzw. "Naturschutz" oder "Artenschutz". Vorab können Sie in einem Telefonat mit dem zuständigen Bearbeiter wichtige Details zur Freilassung der Tiere und dem Genehmigungsverfahren klären. Die Behörde benötigt für eine Beurteilung häufig die folgenden Informationen:

Freigelassene Art: Großer Kohlweißling (Pieris brassicae) (keine Sammlungen aus dem Freiland)

Anzahl der freizulassenden Tiere, Datum und Ort der Freilassung

 

Die Zucht einer einheimischen, nicht geschützten Schmetterlingsart ist nicht genehmigungspflichtig. In einigen Fällen erkundigen sich die Behörden aber nach einer Genehmigung zur gewerblichen Zucht. Eine solche Genehmigung wird jedoch nur für geschützte und/oder exotische Arten verlangt und erteilt.